Warum ich Aptora baue

Ich bin Lasse, 42, Freelancer und Vater von drei Kindern. Ich komme aus dem Norden und bin ziemlich naturverliebt. Auf dem Foto hier bin ich deshalb ganz in meinem Element. Diese Nähe zur Natur steckt auch in Aptora: Der Wald, das gedämpfte Licht und die etwas mystische, nordische Stimmung passen einfach zu mir.
Mit 42 habe ich die Antwort auf alle Fragen leider noch nicht. Aber eine Frage hat mich lange genug beschäftigt, dass daraus Aptora geworden ist: Warum ist es eigentlich so mühsam, herauszufinden, ob ein Mensch und ein Projekt zusammenpassen?
An Anfragen hat es bei mir nicht gefehlt. Das Telefon klingelte, die nächste Nachricht kam rein, wieder eine Projektbeschreibung. Eigentlich ein gutes Problem für einen Freelancer. Nur passten viele dieser Anfragen so wenig zu mir, dass aus der anfänglichen Freude irgendwann vor allem ein müdes Gefühl wurde: Jetzt erkläre ich das alles noch einmal.
Was ich mache. Was ich gemacht habe. Was ich gerne machen würde. Und warum das, was da gerade vor mir liegt, trotz einiger vertrauter Begriffe keine besonders gute Idee ist.
Es gab Phasen, da war ich so genervt, dass ich fast nicht mehr ans Telefon gegangen wäre. Das hat mich selbst geärgert. Ich will offen für Menschen und Möglichkeiten sein. Ich möchte mich auf ein Gespräch freuen können, ohne schon vor dem Abheben zu überlegen, wie viel meiner eigenen Geschichte ich diesmal wieder von vorne erzählen muss.
Mein Lebenslauf war da. Das Verständnis manchmal nicht.
Oft hatte ich den Eindruck, dass mein CV entweder nicht gelesen worden war oder dass die Zusammenhänge darin nicht angekommen waren. Dann wurde aus beruflicher Erfahrung schnell IT-Buzzword-Bingo. Kubernetes? Haken dran. Aber was hatte ich damit gemacht, in welchem Umfeld, mit welcher Verantwortung? Genau dort begann für mich das eigentlich interessante Gespräch. Und genau dort mussten wir häufig erst einmal ganz von vorne anfangen.
Manchmal blieb noch ein unangenehmeres Gefühl zurück: Ging es gerade wirklich darum, ein passendes Projekt für mich zu finden, oder eher darum, etwas über meine Kunden herauszubekommen? Ich weiß nicht, ob dieser Eindruck der jeweiligen Absicht gerecht wurde. Aber ich hatte ihn, und er machte es nicht leichter, unbefangen ins nächste Gespräch zu gehen.
Dabei habe ich überhaupt kein Problem damit, Dinge zu erklären. Niemand muss jede Technologie selbst beherrschen, um gute Arbeit im Recruiting zu machen. Gute Recruiter können sehr genau zuhören, die richtigen Rückfragen stellen und verstehen, welche Erfahrung zu einer Aufgabe passt. Solche Gespräche sind angenehm, auch wenn man fachlich aus völlig verschiedenen Welten kommt. Anstrengend wird es, wenn wir beim Abhaken von Begriffen stehen bleiben und anschließend trotzdem entscheiden sollen, ob das passen könnte.
Eine Stunde später: zu teuer.
Dann waren da die Gespräche, die wirklich nett liefen. Wir hatten eine Stunde miteinander gesprochen, ich hatte technische Zusammenhänge erklärt, wir waren gemeinsam durch die Anforderungen gegangen. Erst am Ende kam der Preis zur Sprache. Und damit manchmal auch das schnelle Ende: zu teuer.
Das ist völlig in Ordnung. Ein Budget ist ein Budget. Frustrierend war für mich, dass wir diesen grundlegenden Punkt auch gleich hätten klären können. Inzwischen spreche ich meinen Preis früh im Gespräch an. Das mag weniger elegant sein als ein langer Anlauf, spart aber beiden Seiten eine Enttäuschung.
Trotzdem wäre es unfair, diese Stunden pauschal als verschwendete Zeit abzuschreiben. Ich habe Menschen kennengelernt, Beziehungen aufgebaut und gute Gespräche geführt, aus denen kein Auftrag geworden ist. Auch das hat einen Wert. Was mich störte, waren die vermeidbaren Schleifen: Dinge immer wieder erklären, die längst bekannt sein könnten, während die entscheidenden Fragen bis zum Schluss offenbleiben.
Daraus wurde die Idee für Aptora
Irgendwann wollte ich mich nicht mehr nur darüber ärgern. Ich wollte eine bessere Grundlage für diese Gespräche schaffen. Mein Profil sollte an einem Ort gepflegt sein, mit Projekten, Erfahrungen und Skills, die im Zusammenhang stehen. So, dass mein Gegenüber schon etwas über mich versteht, bevor wir miteinander sprechen.
Wenn eine neue Position dazukommt oder ich im letzten Projekt Erfahrungen gesammelt habe, die inzwischen zu meinen Stärken gehören, möchte ich mein Profil einmal aktualisieren. Soll ich deshalb jedes Mal einen neuen Lebenslauf an alle Agenturen schicken, bei denen noch irgendeine ältere Version liegt? Das ergibt für mich keinen Sinn und macht auch keinen Spaß. Ich möchte meine Zeit in die Arbeit stecken, die ich gern mache – und nicht darin verlieren, meinen Lebenslauf immer wieder zu verteilen.
Aus einem gepflegten Originalprofil sollen passende Varianten für unterschiedliche Jobs entstehen können, mit nachvollziehbaren Versionen. Je nach Aufgabe darf eine andere Erfahrung im Vordergrund stehen. Die Fakten bleiben dieselben. Ich möchte mich verständlich vorstellen und nicht jedes Mal eine neue Person aus mir machen müssen.
Mit dieser Idee habe ich Aptora gegründet. Was daraus geworden ist, habe ich nicht allein gebaut. Viele Menschen haben mitgeholfen, Fragen gestellt und eigene Ideen beigesteuert. In Aptora stecken sorgfältige Arbeit und viele Reviews. Dass andere mitdenken und Dinge hinterfragen, gehört für mich genauso zur Entstehung wie der ursprüngliche Ärger am Telefon.
KI kann helfen, einander besser zu verstehen
Gerade bei technischen Profilen sehe ich darin eine sinnvolle Aufgabe für KI. Wer aus der Personaldienstleistung kommt und selbst noch nie mit Kubernetes gearbeitet hat, kann sich Begriffe und Zusammenhänge erklären lassen. Was steckt hinter einer Anforderung? Welche Erfahrung beschreibt ein Projekt tatsächlich? Welche Frage müsste man stellen, um eine Lücke im Verständnis zu schließen?
Ein gemeinsames Schlagwort ist ein Anfang. Ob die Erfahrung zur konkreten Aufgabe passt, versteht man erst durch den Kontext. Dabei kann KI unterstützen, ohne Wissen vorzutäuschen oder fehlende Erfahrung ins Profil hineinzuschreiben.
Deshalb gehört auch die Verbindung zum eigenen KI-Assistenten über MCP zu Aptora. Mit den eigenen Profildaten arbeiten, Informationen ordnen, Zusammenhänge verständlicher machen: Dafür möchte ich die Technik nutzen. Was daraus geteilt oder veröffentlicht wird, soll weiterhin eine bewusste Entscheidung des Menschen sein, dem das Profil gehört.
Ich möchte wieder gern ans Telefon gehen
Mein Wunsch für Aptora ist ziemlich bodenständig: Die grundlegenden Fragen zur Passung sollen früher auf den Tisch. Weniger Wiederholungen, weniger Rätselraten darüber, was jemand kann oder sucht. Mehr Zeit für die Fragen, die man wirklich miteinander besprechen muss.
Das soll Freelancern helfen und genauso den Agenturen, Consultancies und Unternehmen auf der anderen Seite. Wir haben schließlich ein gemeinsames Interesse daran, dass die richtigen Talente und die richtigen Jobs zusammenfinden. Aptora soll beiden Seiten Arbeit abnehmen und eine verständliche Grundlage dafür liefern. Ob daraus eine Zusammenarbeit wird, entscheiden die Beteiligten selbst.
Ich freue mich auf Gespräche, in denen wir nicht erst eine Stunde brauchen, um uns auf denselben Stand zu bringen. In denen wir früher darüber reden können, ob wir miteinander arbeiten möchten. Und manchmal einfach einen interessanten Menschen kennenlernen, auch wenn das Projekt diesmal nicht passt.
Wenn du dir ansehen möchtest, wie wir daran arbeiten: Hier geht es zum eigenen Profil. Und hier zur Verbindung mit einem KI-Assistenten.
